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09.01.2016

Langzeitpflege als Einstieg ideal

Nette Bewohnerinnen und Bewohner, die ihre Pflege schätzen und ein ebenso hilfsbereites und freundliches Team, das ist es, was Agnieszka als erstes zu ihrer Arbeitsstelle einfällt. Auch die Arbeit selber gefällt ihr gut.

Agnieszka Dudek aus Polen ist im Frühling 2015 ins Curaswiss-Programm eingestiegen. In Berlin absolvierte sie zunächst während mehrerer Monate den Starter Course, um Deutsch zu lernen. Anfang Januar 2016 zog sie nach Luzern. Nach weiteren Wochen intensiver Vorbereitung auf Leben und Arbeit in der Schweiz arbeitet sie nun als Curaswiss-Pflegefachfrau im Alterszentrum am Buechberg in Fislisbach.

Nette Bewohnerinnen und Bewohner, die ihre Pflege schätzen und ein ebenso hilfsbereites und freundliches Team, das ist es, was Agnieszka als erstes zu ihrer Arbeitsstelle einfällt. Auch die Arbeit selber gefällt ihr gut. „Die Leute sind zufrieden mit mir“, sagt sie freudestrahlend. Und ihr selber fällt die Arbeit erst noch leichter, als dies in ihrem Heimatland der Fall war. Es bleibt ihr mehr Freizeit. Diese nutzt sie jeweils gerne für einen Ausflug mit dem Fahrrad, das sie sich hier in der Schweiz gekauft hat.

„Verstehe nicht immer alles“
Wirklich herausfordernd empfindet sie die Sprache. Es braucht viel Konzentration, den ganzen Tag in einer Fremdsprache zu kommunizieren. Kommt hinzu, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums lieber Schweizer Mundart als Hochdeutsch sprechen. Das macht die Sache nochmals anspruchsvoller. „Ich verstehe nicht immer alles, aber zum Glück spüre ich ganz gut, was die Leute brauchen“, sagt Agnieszka. Mit ihren Teamkolleginnen spricht sie Hochdeutsch und fragt nach, wenn sie etwas nicht versteht. „Es geht jeden Tag etwas besser“, freut sich Agnieszka über ihre Fortschritte.

Fernziel Intensivstation
In Polen hat Agnieszka auf der Intensivstation und auf der Anästhesie gearbeitet und zeitweise bis zu 40 Patientinnen und Patienten betreut. Viele davon lagen im Koma und waren nicht ansprechbar. Insofern lässt sich die Arbeit hier im Alterszentrum kaum mit jener in Polen vergleichen. Agnieszka hat sich zum Ziel gesetzt, auch in der Schweiz irgendwann wieder auf die Intensivstation zu wechseln. Als Einstieg erachtet sie aber die Arbeit in der Langzeitpflege als ideal: „Im Spital ist die Arbeit hektischer, die Ansprüche sind höher und die Nervosität ist grösser. Das ist eine sehr grosse Herausforderung, wenn man sich gleichzeitig auch sprachlich noch verbessern muss. Da gehe ich lieber Schritt für Schritt vorwärts“, sagt Agnieszka. Kommt dazu, dass sie ihre Kompetenzen als Intensivpflegefachfrau auch im Alterszentrum immer wieder einsetzen kann und dafür erst noch ausserordentlich geschätzt wird.

Ab und zu etwas Heimweh nach Polen? Weit gefehlt! Agnieszka liebt das Leben in der Schweiz, ganz besonders auch die Schokolade und den Käse. Da darf sie ruhig herzhaft zugreifen, bei ihren Touren mit dem Fahrrad wird sie die Kalorien spielend wieder los!

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